Meerwasseraquarium Beleuchtung

Meerwasseraquarium Beleuchtung
Meerwasseraquarium Beleuchtung

Die Meerwasseraquarium Beleuchtung spielt bei der Einrichtung eines Aquariums eine ganz besonders wichtige Rolle. Warum das so ist? Ganz einfach: Jedes Lebewesen in deinem Aquarium hat normalerweise andere Anforderungen an das passende „Wohlfühllicht“. Einige Korallen zum Beispiel sind förmlich auf ausreichende Beleuchtung angewiesen und könnten ohne genug Licht gar nicht wachsen. Andere Lebewesen bevorzugen wiederum die Dunkelheit und fühlen sich bei Helligkeit  nicht so wohl.

Diesen Ansprüchen sollte man natürlich so gut wie möglich gerecht werden. Darum sollte die Beleuchtung fachgerecht gewählt werden. Ein grundsätzlicher Tipp vorab: Als passende Meerwasseraquarium Beleuchtung eignen sich besonders Leuchtstoffröhren oder HQI-Lampen.





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Meerwasseraquarium Beleuchtung – Grundlegendes

Grundsätzlich gibt es bei der Meeresaquaristik zwei Möglichkeiten: HQI-Lampen oder Leuchtstoffröhren. Nicht zuletzt hängt es von den gehaltenen Tieren und Pflanzen ab, für welche dieser beiden Alternativen man sich  entscheidet. Und natürlich spielt auch der persönliche Geschmack eine wesentliche Rolle. Da beide Beleuchtungen ihre speziellen Vorzüge und Nachteile mit sich bringen, entscheiden sich auch viele Aquarianer für eine Kombination der beiden Varianten – und schalten HQI-Lampen und Leuchtstoffröhren zeitversetzt.

Beleuchtung: HQI-Lampen
Mit HQI-Lampen sind Halogen-Metalldampf-Lampen gemeint. Das Gehäuse beinhaltet dabei ein Glasrohr, das mit Quecksilberdampf gefüllt ist. Sobald Spannung entsteht, wird ein äußerst intensives Licht abgegeben, das dem natürlichen Licht der Sonne sehr nahe kommt. Meist verwendet man HQI-Lampen als Hängelampen und nutzt sie dabei als Punktstrahler. Denn insbesondere Korallen wissen das abgegebene Licht und die punktuelle Bestrahlung dieser Lampenart zu schätzen. Darum gilt: Wer Steinkorallen oder Riesenmuscheln erfolgreich halten möchte, komm um HQI-Lampen nicht herum. Der einzige Nachteil dieser Meerwasseraquarium Beleuchtung: die HQI Lampen sind in der Anschaffung sehr kostenintensiv.

Beleuchtung: Leuchtstoffröhren
Wer keine Korallen halten möchte, der kann sich auch für Leuchtstoffröhren entscheiden. Diese Beleuchtungsart ist natürlich wesentlich günstiger als die HQI-Lampen. Zudem geben Leuchtstoffröhren nicht so viel Wärme ab und verhindern somit eine Überhitzung des Beckens. Und nicht zuletzt ist es durch eine Kombination mehrerer Lichtspektren möglich, den Tieren lebensraumnahe Bedingungen zu schaffen. Der große Nachteil: das Halten von Korallen – speziell Steinkorallen – ist mit reinen Leuchtstoffröhren nicht empfehlenswert.

Die beste Beleuchtungsstärke

meerwasseraquarium lichtHier muss man nach Tier- oder Pflanzenart unterscheiden. Geht man von einem 500l-Korallenbecken mit einer Höhe von 50-60 cm aus, ist eine HQI-Lampe mit 250 Watt zu empfehlen. Hat man nur einen  150-Watt-HQI-Strahler zur Verfügung, so ist es anzuraten, bei dieser Aquariengröße zumindest noch eine Tageslicht- und Blaulichtleuchtstoffröhre anzubringen. Auf diese Weise wird eine optimale Ausstrahlung gewährleistet.

Generell rät man pro 60 Zentimeter Beckentiefe zu einer HQI-Lampe. Um eine Überhitzung zu vermeiden, sollten diese in einem Abstand von mindestens 30 Zentimetern angebracht werden.

Bei einer Leuchtstoffröhre sollte versucht werden, möglichst die ganze Beckenlänge und –breite zu bedecken. Jedoch gilt es hier einen nicht unwesentlichen Fakt zu beachten. Die Leuchtintensität nimmt bei Lampen im Laufe des ersten Jahres um circa 70 Prozent ab. Dabei verändern sich nicht nur die Intensität, sondern auch die Lichtspektren, was im schlimmsten Fall zur vermehrter Algenbildung führt. Daher empfiehlt es sich, die Lampen regelmäßig zu wechseln.

Die optimale Beleuchtungsdauer

Grundsätzlich sollte man sich dem natürlichen Lebensraum möglichst ideal anpassen. Dazu  beginnt man damit, die Leuchten am Morgen langsam aufzudimmen und die Intensität bis zum Mittag kontinuierlich zu steigern. Anschließend sollte die Beleuchtung zum Abend hin wieder langsam abnehmen. Dieser Effekt lässt sich mit dimmbaren Lampen und Zeitschaltuhren sehr einfach erreichen. Die Gesamtbeleuchtungsdauer sollte dabei jedoch nicht mehr als 14 Stunden am Tag betragen, in der Praxis haben sich sogar eher zwölf Stunden Licht bewährt. Wer eine Kombination von HQI-Lampen und Leuchtstoffröhren nutzt, kann die Röhren jeweils 2 Stunden vor und nach den HQI-Lampen an- und ausschalten. Die Hauptbeleuchtung- also die HQI-Lampen –  brennt somit nur 6-8 Stunden täglich.





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Mondlicht im Aquarium
Für viele Meerwasserbewohner spielt der Mond eine entscheidende Rolle. Zum Beispiel haben Korallen  ihr Fortpflanzungsverhalten nach Mondphasen ausgerichtet und laichen nur an bestimmten Tagen abhängig von der Mondphase ab. Dieses mondölicht lässt sich im Aquarium imitieren – und zwar mit speziellen Blaulichtlampen. Diese sollten idealerweise ebenfalls dimmbar sein und entsprechend zu der Tagesbeleuchtung versetzt geschaltet werden. Wenn also die Sonne untergeht, beginnt der Mond langsam aufzugehen.

Unser Tipp: Mittlerweile gibt es Lampen, die eine Kombination aus verschiedenen Beleuchtungsarten beinhalten. Auf diese Weise lässt sich die gesamte Technik in Hinblick auf die Beleuchtung perfekt vereinen.

Hier geht’s zu den anderen Artikeln der Reihe „Meerwasseraquarium einrichten“: