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Meerwasseraquarium Riffaufbau

Mit dem Meerwasseraquarium Riffaufbau beginnt der kreative Teil bei der Gestaltung des Meerwasseraquariums. Erfahrungsgemäß werden die meisten erst nach Stunden oder Tagen zufrieden mit der Lage und Anordnung ihrer lebenden Steine sein. Jeder muss und kann hierbei seine Phantasie spielen lassen, aber einige Dinge sind in jedem Fall zu beachten: Der Riffaufbau muss sicher stehen !

Natürlich kann man mit speziellem Kleber nachhelfen, einfacher ist es aber, die Steine zu platzieren, , bis der Aufbau ohne weitere Hilfsmittel sicher steht. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass für die späteren Bewohner Höhlen und Durchlässe geschaffen werden. Fische zum Beispiel, haben Nachts einen bestimmten Schlafplatz in so einer Höhle. Zum anderen nutzen sie das Riff als Fluchtmöglichkeit. Dem muss auf jeden Fall Rechnung getragen werden.

Meerwasseraquarium Riffaufbau – grundsätzliche Tipps

Einige kleine Tipps noch zum grundsätzlichen Meerwasseraquarium Riffaufbau. Meines Erachtens sollte der Aufbau so locker wie irgend möglich gestaltet werden. Das heißt, man sollte möglichst viele Löcher lassen. Je mehr desto besser! Zum einen werden diese Löcher mit der Zeit ohnehin weniger (Korallen müssen ja irgendwo platziert werden), zum anderen schwimmen die Fische auch gerne durch solche Aufbauten. Daneben empfehlen wir, mehrere Riffe zu gestalten, sofern es der Platz im Meerwasseraquarium zulässt. Dies erlaubt den Fischen besser, verschiedene Reviere zu bilden und sorgt so für eine ausgeglichene Stimmung im Aquarium.

Dazu muss man sagen, dass ein lockerer Aufbau ein wenig schwieriger zu realisieren ist, als wenn man die Steine relativ fest aufeinander legt. Der Hauptgrund hierfür ist, dass die Steine gerne wegrutschen, was im Extremfall natürlich sogar zum Zusammenbruch des „Riffs“ führen kann. Ein guter TippNenutzt Lichtrasterplatten als Unterlage. Auf diesen ist ein verrutschen der Steine unmöglich.

Nicht zu hoch bauen

Ein häufiger Anfängerfehler ist es, das Riff bis fast zur Wasseroberfläche reichen zu lassen. Später fehlt den Korallen dann jedoch nach Oben Platz zum Wachsen. Also lieber gleich etwas niedriger bauen. Als Grundsatz kann man sagen, dass der Steinaufbau rund 2/3 der Beckenhöhe erreichen sollte.
Die meisten Meerwasseraquarien sind nach dem gleichen Prinzip aufgebaut.
Das Riff wird an die Rückwand gebaut und meist noch an den beiden Seiten ein wenig herumgezogen. Dies hat verschiedene Nachteile:

Der wohl wichtigste ist, dass die Fische nur einen sehr begrenzten Schwimmraum zur Verfügung haben. Außerdem können sie sich immer sehen. Die einzige Möglichkeit sich aus dem Weg zu gehen, ist im Riffaufbau zu verschwinden.

Erfahrungsgemäß sind Fische in solchen Becken untereinander wesentlich aggressiver als in Becken, in denen der Riffaufbau umschwimmbar ist.
Denn in einem solchen Riff haben die Fische die Möglichkeit, sich aus dem Weg zu gehen (also ohne dafür im Riffaufbau verschwinden zu müssen).

Special: Riffaufbau mit Riffsäulen

Sehr im Trend sind seit einiger Zeit Becken, die mittels Riffsäulen eingerichtet werden. Riffsäulen haben dabei einen entscheidenden Vorteil – sie schaffen durch die solitäre Aufstellung im Becken eine enorme Tiefenwirkung. Wie auch im “echten” Riff, wirkt mit Unterstützung einer blauen Rückwand der Kontrast der freistehenden Korallen effektiv auf das Auge!
Am besten ist es, sich vorher auf Basis von Beispielbecken eine Layout-Zeichnung anzufertigen. Hier sollte auch beachtet werden, genug Platz zur Wasseroberfläche zu lassen, um später noch bspw. SPS auf das Riffdach zu setzen. Um auch noch im voll besetzten Becken einen “luftigen” Aufbau zu erzielen, sollte das Becken nach der Einrichtung mit Steinen optisch leer aussehen. So wirkt es dann mit hohem Korallenbesatz nicht überfüllt, sondern behält eine luftige Struktur.

Entscheidet man sich für Riffsäulen, so findet man hierbei verschiedene Möglichkeiten:
1. Fertige Riffsäule aus Riffkeramik
2. “aufgefädelte Riffsäule”
3. zementierte Riffsäule